Waldblick für die Sonnenkinder

Waldblick für die Sonnenkinder

Quelle: Baden Online vom 13.10.2012 . Foto: Ulrich Marx

Siegerentwurf für die Kindergarten-Erweiterung vorgestellt / Baubeginn soll im Spätjahr 2013 sein

Das Architekturbüro Nicole La Croix aus Stutensee hat die Mehrfachbeauftragung der evangelischen Gesamtkirchengemeinde für die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens »Haus der Sonnenkinder« gewonnen.

Gemeindehaus, Hšlderlinstra§e 3, PrŠsentation des Siegerentwurfs fŸr den Neubau des Kiga "Haus der Sonnenkinder".Eberhard Roth,Horst Schalla,Nicole La Croix,Karoline Kresbach(?)Frank Wellhšner,Fred Gresens
Gemeindehaus, Hšlderlinstra§e 3, PrŠsentation des Siegerentwurfs fŸr den Neubau des Kiga “Haus der Sonnenkinder”.Eberhard Roth,Horst Schalla,Nicole La Croix,Karoline Kresbach(?)Frank Wellhšner,Fred Gresens

Offenburg (rxl). Es war keine leichte Aufgabe, die die evangelische Gesamtkirchengemeinde, bei der Präsentation des Siegerentwurfs vertreten durch Dekan Frank Wellhöner und den Vorsitzenden Herwig Schäfer, den Architekten gestellt hatte: Einerseits soll der Kindergarten »Haus der Sonnenkinder« mit derzeit drei Regelgruppen um eine Krippengruppe sowie für den Ganztagesbetrieb geeignete Funktionsräume (Schlafraum und Mensa) erweitert werden. Andererseits sind das Gebäude, in dem die Auferstehungsgemeinde seit vielen Jahren ihre Heimat hat, und der Garten mit den alten Bäumen den Menschen ans Herz gewachsen. »Wie geht man mit dem identitätsstiftenden Charakter des Gebäudes um, wie kann man die Eingriffe in das Außengelände so gering wir möglich halten?«, fasste Fred Gresens, der den Vorsitz im Preisgericht hatte, zusammen. Auch hätten eine mögliche andere Nutzung in der Zukunft und die Budgetierung der Baumaßnahme auf eine Million Euro (von denen 70 Prozent die Stadt Offenburg trägt) eine Rolle gespielt. Markanter Eingang Der Entwurf von Architektin Nicole La Croix, die mit ihren Mitarbeitern Andreas Schaden, Johannes Mühlhäuser und Daniel Varma angereist war, überzeugte: Sie schiebt einen weitgehend in Glas gehaltenen Spielflur auf Erdgeschosshöhe quer durch das Gebäude. So entstehen ein markanter Eingang hin zur Weingartenstraße, die überbaute Fläche deckt sich in weiten Teilen mit dem bereits durch ein Nebengebäude überbauten Bereich, und die Anordnung der Räume erlaubt eine optimale Kommunikation. Sie habe bei der Begehung »gespürt, wie sehr das alte Gebäude den Menschen am Herzen liegt«, begründete Architektin La Croix ihren behutsamen Eingriff, der zudem »die beiden Gartenzonen vor und hinter dem Haus verbindet«. Auch habe man »nicht einfach eine Glasfront bauen«, sondern »das Licht gezielt in die Räume holen« wollen. Dadurch entsteht ein »Waldgefühl« mit Durchblicken auf Garten und Bäume, durch den die Kinder die »Jahreszeiten erleben« könnten. Sie sei mit dem Ergebnis »sehr zufrieden«, betonte auch Kindergartenleiterin Karoline Gresbach – vor allem, weil man mit dem Gebäude »sehr wertschätzend« umgegangen sei. Den weitere Zeitplan erläuterte Geschäftsführer Eberhard Roth: Am 25. Oktober werde der Gesamtkirchengemeinderat den Beschluss des Preisgerichts, der einstimmig gefallen sei, beraten. Man rechne damit, im Januar 2013 die Feinplanung und im Spätjahr den Bau beginnen zu können. Während der etwa ein Jahr dauernden Bauphase werde der Kindergarten auf dem Gelände des Gemeindezentrums untergebracht. Die Eltern würden frühzeitig über Details der Übergangsplanung informiert.

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