Bald 82 Sonnenkinder – Kita Offenburg

Die Kita der Auferstehungsgemeinde wird für 1,55 Millionen Euro saniert und erweitert.

Quelle: 2013-12-03 Badische Zeitung Ralf Burgmaier

kiga_offenburg1OFFENBURG. Das Haus der Sonnenkinder, die Kindertagesstätte der evangelischen Auferstehungsgemeinde, wird für 1,55 Millionen Euro saniert und erweitert. Zusätzlich zu den 72 hier betreuten Kindern wird eine zehnköpfige Krippengruppe eingerichtet. In einem Jahr soll der Betrieb an alter Stätte wieder aufgenommen werden. Wegen der Bauarbeiten ist die Kita derzeit ausgelagert. Eine Containerlösung zwischen Auferstehungskirche und Gemeindehaus in der Hölderlinstraße dient bis zur Bezugsfertigkeit der Kita in der Weingartenstraße Ende 2014 als Provisorium.

Das Haus der Sonnenkinder ist im ehemaligen Gemeindehaus der Auferstehungsgemeinde untergebracht, in direkter Nachbarschaft zum Pfarrhaus an der Weingartenstraße. Das Gebäude aus den 1950er Jahren entspricht längst nicht mehr den funktionalen Anforderungen einer modernen Kita. Ganz zu schweigen von den feuerpolizeilichen und energetischen Erfordernissen. Es sei Traditionsbewusstsein gewesen, das die Gemeinde dennoch veranlasst habe, sich gegen einen Neubau zu entscheiden, erklärte der Vorsitzende der evangelischen Kirchengemeinde, Herwig Schäfer, beim symbolischen ersten Spatenstich am Dienstag. Angesichts des Bevölkerungszuwachses in der Oststadt durch das Neubaugebiet Seitenpfaden sei die Kita in kirchlicher Trägerschaft ein wichtiger Baustein im Betreuungskonzept der Stadt. Diese steuert dann auch mit einer Million Euro den Löwenanteil zur Gesamtbausumme bei. 120 000 Euro kommen aus Fördertöpfen des Bundes, 100 000 von der evangelischen Landeskirche und 330 000 Euro von der evangelischen Kirchengemeinde, wie Schäfer unter Bkiga_offenburg2etonung der guten Zusammenarbeit mit der Stadt hervorhob. Aus einem Architektenwettbewerb sei der Entwurf des Architektenbüros La Croix aus Stutensee als Sieger hervorgegangen. Die Firma Eichner-Bau aus Lahr setzt ihn um.

Seitens der Stadtverwaltung lobte Michael Hattenbach die Vielfalt des Betreuungsangebots in Offenburg. Nur die Hälfte aller betreuten Vorschulkinder seien in städtischer Obhut: “Die Eltern haben die freie Wahl, ob sie ihr Kind zu einem konfessionellen, einem der sechs freien Träger oder in eine städtische Kita schicken.” Der Neubau der katholischen Ölberg-Kita gehe bald in Betrieb. Dort gebe es dann 30 neue Betreuungsplätze für Unter-Dreijährige. Auch beim Schneckenhaus, das sich in freier Trägerschaft befindet, engagiere sich die Stadt für den Ausbau der Kleinkinderbetreuung, so Hattenbach.

Dirk Schmid-Hornisch, Pfarrer der Auferstehungsgemeinde, bat um Gottes Segen für die Bauarbeiten. Kita-Kinder und -Erzieherinnen hatten auf Steine ihre Wünsche an das neue Haus geschrieben, die als Teil des Spatenstich-Zeremoniells auf der Baustelle vergraben wurden.

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