Kindergarten Entdeckungskiste wird ab 2023 saniert

Im kommenden Jahr soll es losgehen: Die geplante Sanierung bzw. Erweiterung des Kindergartens “Entdeckungskiste” in der Blankenlocher Straße wird ein großes und auch kostspieliges Projekt. In der vergangenen Mai-Sitzung des Gemeinderates stand das Thema erneut auf der Tagesordnung. Die Architektin Nicole La Croix hielt dazu den Sachvortrag und erläuterte die wichtigsten Punkte sowie den zeitlichen Horizont.

Im vergangenen Herbst waren die Gesamtkosten für die Sanierung und Erweiterung der Einrichtung noch auf rund 2,1 Millionen Euro taxiert worden. Nun standen nach finalisierter Entwurfsplanung und berücksichtigten Preissteigerungen rund 2,5 Millionen Euro zu Buche. Die Gemeinde hat für das Projekt Fördermittel zur energetischen Sanierung in Höhe von 470.000 € beantragt.

Nicole La Croix erklärte bei der Sitzung, viel Wert auf eine intensive Kooperation mit Trägern bzw. Erziehern gelegt zu haben, um genau festzustellen, welche Bedürfnisse für den Betrieb vorhanden sind. Ein wichtiger Aspekt sei gewesen, dass der vom Diakonieverein getragene Kindergarten künftig auch die Einrichtung von Ganztagsplätzen zulässt. Die “Entdeckungskiste” war zwischen 1975 und 1978 gebaut worden. In den Jahren 1997/98 kam ein Mehrzweckraum dazu. Die Bestandsaufnahme am Anfang des Projektes hatte ergeben, dass sich Gebäudetechnik, Sanitäranlagen und Fassade noch weitestgehend im ursprünglichen Zustand befinden.

Die Elektrotechnik entspricht nicht mehr den Sicherheitsvorgaben und auch das Raumprogramm kann aktuelle Vorgaben nicht mehr erfüllen. Als besonders dringlich sei die Sanierung der Sanitärräume ins Auge gefallen.

La Croix betonte, dass es Ziel sei, das Bestandsgebäude zu erhalten, es aber fit für die Zukunft zu machen. Im sanierten Gebäude soll ein Koch- und Essbereich neu entstehen. Die Sanitäranlagen sowie der Keller mit Betriebstechnik werden von Grund auf saniert. Eine Fußbodenheizung wird eingebaut und die Elektrotechnik erneuert. Dach und Fassade werden energetisch saniert. Die Wärmeerzeugung soll mittels einer Wärmepumpe erfolgen. Auf der Südseite des Kindergartens werden drei große, verglaste Kuben geschaffen, die den Blick nach draußen freigeben. Da das Dach nicht tragfähig genug für Photovoltaikanlagen ist, werden solche auf den Kuben und Vordächern installiert.

Die Architektin erklärte, dass der Bauantrag nun zeitnah eingereicht werde. Die Ausschreibung sei für diesen Monat, die Arbeitsvergabe bis zum Jahresende vorgesehen. Mithin rechne man mit einem Baubeginn im Jahr 2023. “Bei einer Bauzeit von rund einem Jahr könnte die Einweihung im März 2024 erfolgen”, so La Croix.

Der Gemeinderat stimmte dem konkretisierten Entwurfsplan und der Weiterplanung zur baureifen Vorbereitung des Vorhabens zu und ermächtigte die Verwaltung, innerhalb der Kostenrechnung Vergaben auch im Fall eines Volumens von über 60.000 Euro vorzunehmen.

Quelle: https://linkenheim-hochstetten.de/

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