Bau soll 2022 beginnen

Die Christliche Schule Hardt hat in Hochstetten große Pläne

Linkenheim-Hochstetten. Die Christliche Schule Hardt (CSH) hat große Pläne für ihren Hauptstandstandort in Hochstetten. In Betrieb ging er 2016, nachdem die Träger im Zuge beständigen Wachstums das alte Rathaus mitsamt Grundstück von der Gemeinde erworben hatten. Im Anschluss soll auf dem Platz des früheren Feuerwehrhauses zuerst ein Neubau entstehen. Nach dem Abriss des Bestandsgebäudes soll später im zweiten Bauabschnitt auch dort neu gebaut werden.

Seit den ersten Anfängen 2008 hat sich die Schule entwickelt: Damals war die Einrichtung noch in Linkenheim in Räumen der kirchlichen AB-Gemeinschaft untergebracht. 2014 folgte der Umzug ins alte Pfarr- und Diakoniehaus. „In dem Jahr lag die Schülerzahl noch bei 35, machte mit unserem neuen Schulleiter Ulli Hautzinger bis 2016 einen Sprung auf 100 und kommt heute auf rund 250“, zieht Cornelia Ratzel Bilanz. Mit Neustrukturierungen im Trägerverein der Schule 2020 übernahmen sie für beide gemeinsam den Vorstandvorsitz.
„Signifikant ist, dass wir jetzt erstmals ein neues Schulgebäude gestalten dürfen“, stellt Hautzinger heraus. „Der Neubau im ersten Bauabschnitt bringt uns die heiß ersehnten Fachräume für Naturwissenschaft und Technik, Musik und eine Lehrküche für die Realschule“, berichtet er. Eingerichtet werde dort der komplette Hausbetrieb mit Luft-Wasser-Wärme-Pumpe in Kombination mit Photovoltaik auf dem Dach und IT-Serverraum. Später an den zweiten Neubau anzudocken sei einfach.
Was erst mit diesem Zweitneubau verwirklicht werde, sei eine große Aula für Informationsabende, Einschulungsfeiern, Zeugnisübergaben und Schülergottesdienste. „Wir sind sehr dankbar, dass wir bislang dafür den Saal der benachbarten Freien Evangelischen Gemeinde innerhalb der evangelischen Allianz nutzen können“, betont der Schulleiter. Die Fachräume der Schule sind derzeit noch in der Liedolsheimer Pestalozzischule ausgelagert.
„Der Unterricht findet bei uns bis auf kleine Klassen weitgehend in den Containern statt“, berichtet Cornelia Ratzel. 2020 wurden die ersten aufgestellt und 2021 aufgestockt. Die Grundschule läuft mit rund 50 Kindern in Linkenheim, was künftig auch so bleiben könne. In Hochstetten sind jeweils einzügig die Realschule mit 120 und das Gymnasium mit 80 Schülern untergebracht.
„Dass wir bei der Kursstufe aufs Abitur hin angekommen sind, ist ebenso ein Novum“, streicht Hautzinger heraus. Dafür soll absehbar das sogenannte temporäre Schulgebäude im nahen Hopfenweg in Betrieb gehen. Die Schule hat den Platz gepachtet, als er im Zuge der kommunalen Spielplatzkonzeption frei wurde. Anstelle zuerst angedachter Container steht dort, auch auf Impulse von Eltern hin, ein Holzbau mit zwei Schulräumen.
Das Neubauprojekt ist auf rund 400 Schüler ausgelegt. Die Kostenschätzungen dafür beliefen sich auf je fünf Millionen Euro pro Bauabschnitt. Die Genehmigungen liegen vor. „Eine neue Kostenrechnung erwarten wir im März. Dann wird sich bei Überplanungen auch zeigen, ob sich unser Wunsch erfüllt, mit dem ersten Bauabschnitt noch 2022 loszulegen“, sagt Cornelia Ratzel. Ein Zeitfenster für den Folgebau gebe es noch nicht.
Finanziert werden soll das Projekt größtenteils über Kredite. Eine über zehn Jahre gestreckte Förderung vom Schulbaufonds erwarte man später, so Ratzel. Zur Entwicklung fügt sie an, dass die freie Bekenntnisschule von Beginn an sehr breit ausgelegt sei. So stehe sie auf Basis christlicher Werte konfessionell übergreifend auch kirchenfernen wie konfessionslosen Kindern und Jugendlichen offen.
Zusatzquartier: Schulleiter Ulli Hautzinger und Cornelia Ratzel für den Trägerverein freuen sich auf weitere Räume im Hopfenweg in Hochstetten.Foto: Alexander Werner

Quelle: BNN Samstag, 29.01.2022: Bau soll 2022 beginnen

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